Coburgs erstes und einziges Naturkost Restaurant

Bewußte Ernährung

Teil 1 (Juli 15)

Der Geschmack dient uns zu erkennen, ob Nahrung genießbar ist. Schimmelgeschmack bringt uns instinktiv zum Ausspucken, Kinder lieben es süß, fettig und kalorienreich, sie brauchen ja auch ordentlich Stoff zum Wachsen.

Der Geschmackssinn kann uns aber auch täuschen: Die Tödlichkeit des Knollenblätterpilzes ist nicht zu erschmecken und wenn wir rücksichtslos nur das essen, was uns schmeckt, sterben wir vorzeitig und qualvoll an einer Zivilisationskrankheit.

Wenn wir gesund bleiben wollen, kommen wir nicht umhin, uns bewußt zu ernähren. Doch wie? Eine auf Erfahrung oder Forschung basierende Ernährungslehre wäre ganz hilfreich.

Aber welche? Was in der einen Lehre als gesund gilt, verwirft die Andere als krankmachend.

Teil 2 (August 15)

Fleisch - ein Stück Lebenskraft?

Betrachten wir den Metabolismus des Menschen, so kommen wir zu dem Schluss:

Mensch ist Vegetarier. Keine Reißzähne, schlappe Salzsäure im Magen, langer Pflanzenfresserdarm, Mahlzähne.

Und es macht uns nicht die geringste Freude, hinter einem Reh her zu hetzen, es durch Genickbiss spielerisch zu töten und dann die Innereien voller Wonne lebendwarm zu genießen. Vegane Ernährung ist angesagt.

Andererseits:

Die Eiszeiten währten lange…, sehr lange. Ohne Wild zu essen hätte Homo sich nicht zum Sapiens entwickeln können, unsere Vorfahren wären schlicht verhungert. Die ältesten bekannten Musikinstrumente sind Knochenflöten und selbst dort, wo sich heute Homo sapiens sapiens noch ohne Ackerbau ernährt, reicht das Sammeln nicht aus, die Jagd sichert das Überleben.

Durch die Erweiterung des Ernährungsspektrums gelang es der Menschheit, Bewusstsein zu erlangen. Jagdtaktik und Nahrungskonkurrenten erforderten Verständigung durch Sprache, Verwendung von Werkzeugen machte das Erlegen von Tieren möglich, Feuer ermöglichte den Genuss artfremder Nahrung.

Eines ist jedoch nachgewiesen: Der übermäßige Genuss von Fleisch in unserer Gesellschaft ruiniert die Gesundheit genauso, wie die unserer Eiszeitlichen Vorfahren.

Im nächsten Newsletter die aktuellste aller Ernährungsformen:
Das Paleo Prinzip - Steinzeitliche Ernährung

Teil 3 (September 15)

Paleo Food - der aktuellste aller Ernährungstrends

Der Grundgedanke: Homo sapiens und Homo sapiens sapiens ernährten sich über Äonen durch Sammeln und Jagen (Verwerten von Raubtierbeute). Ackerbau und Viehzucht (Milchwirtschaft) existiert seit gerade mal 5000, bestenfalls 10000 Jahren und pervertierten während der letzten 60 Jahre zu naturwidrigen Monokulturen und Massentierhaltung.

Ergo: Back tot he Roots – Steinzeitfutterchen essen!

Die Anhänger dieser Ernährungsweise nehmen durchaus gesundheitliche Vorteile wahr. Getreide, Milchprodukte und geklonte Früchte (z.B. Apfel) gab es damals nicht, Lactoseintolleranz, Glutenallergie und Kernobstunverträglichkeit tritt nicht auf, wenn man die entsprechenden Lebensmittel nicht zu sich nimmt.

Und dennoch werden wir keine Gerichte, die dieser Ernährungsrichtlinie entsprechen in unsere Karte aufnehmen. Mittlerweile räubern auch Rehe und Wildschweine auf den Monokulturen der Bauern um zu überleben. 

Und Eines wird in den Kochbüchern des Paleo Prinzips völlig unterschlagen: Unsere Ahnen aßen fast ausschließlich Monodiät. Heute 1 Hand voll Haselnüsse, die nächsten 4 Wochen Mammut, dann 6 Tage Bärlauch. Keine Gerichte für Feinschmeckertempel. Kein Salz. Futterchen schmeckt, weil man nicht verhungert.

Nix fürs Restaurant.

Teil 4 (Oktober 15)

Veganismus

Nach der steinzeitlichen Ernährung der letzten Ausgabe nun die aktuellste aller Ernährungsformen: Nichts vom Tier wird konsumiert, Lederschuhe sind tabu, Honig essen ist Tierquälerei.

Ideal zum Abspecken, oftmals heilend bei diversen Zivilisationskrankheiten, wer kein Cholesterin zu sich nimmt, leidet auch nicht unter Aterienverkalkung, Herzinfarkt, Schlaganfall.

Für mich persönlich ist es allerdings enttäuschend, daß von den Anhängern dieser Ernährungsform so viele industriell produzierte Nahrungsmittel wie Tofuwürstel, Seitanburger und Käsesurrogat konsumiert werden, die mit Sicherheit weder der Gesundheit noch dem Karma dienlich sind. Und dann stellt sich auch die Frage: Sich von einem Kuh- Lebewesen 1 Jahr lang ernähren oder täglich tausende von Pflanzensamen töten um nicht zu verhungern?

Dennoch: Diese Ernährungsweise erscheint sinnvoll, wir hoffen unser Angebot in der Speisekarte genussvoll für Sie gestalten zu können.

Teil 5 (November 15)

Rohkost

Nach der Betrachtung der veganen Ernährung in der letzten Ausgabe nun die ursprünglichste aller Ernährungsformen: Zurück in die Zeit, in der die Menschen das Feuer noch nicht nutzten.

Der Pionier war Dr. Bircher-Benner. Er experimentierte: Ratten, die ausschließlich Gekochtes fraßen, verendeten ebenso, wie Ratten, denen raffinierte Nahrung (weißer Zucker, Auszugsmehl…) gefüttert wurden. Er entwickelte den Gedanken der vollwertigen Ernährung. Interessant erscheint mir, daß roh genossenes Fleisch basenbildend wirkt und mit roh genossener Vollwertkost oftmals Zivilisationskrankheiten kuriert werden.

Ein Manko: Sowohl Bircher-Benner als auch Dr. Brucker übersahen, daß neumodische, glutenhaltige Getreide (Weizen) nicht zur Ernährung ohne den Gebrauch von Feuer geeignet sind.

Bedauerlicherweise wird vollwertige Rohkost heute kaum noch nachgefragt, bitte informieren Sie uns gleich bei Ihrer Tischbestellung, wenn Sie diese genießen möchten!

Bewußte Ernährung

Der Franz gibt zu Naturkost, bewußter Ernährung und Ernährungsweisen seinen Senf dazu.

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